Spätestens Ende November zieht bei uns seit einigen Jahren ein kleiner Wichtel ein. Und obwohl wir inzwischen schon viele Wichtelzeiten erlebt haben, ist es jedes Jahr wieder etwas Besonderes, wenn plötzlich die kleine Wichteltür bei uns auftaucht. 😊

Hast du die kleinen Türen schon mal gesehen oder möchtest du in diesem Jahr auch eine Wichteltür für deine Kinder anbringen?  Und jetzt fragst du dich: Was ist eine Wichteltür eigentlich? Was macht der Wichtel und wie läuft so eine Wichtelzeit ab?

Genau das möchte ich dir hier zeigen. Du erfährst, was hinter dem Brauch steckt, wann der Wichtel einzieht, welche Wichteltür-Regeln es gibt und was du wirklich brauchst, wenn bei euch zum ersten Mal ein Weihnachtswichtel einziehen soll.

Mein Tipp: Psst … du brauchst weder eine riesige Miniaturwelt noch jeden Abend einen aufwendigen Wichtelstreich. Die Wichtelzeit lässt sich ganz individuell an eure Familie und euren Alltag anpassen.

Inhalt

Was ist eine Wichteltür also eigentlich?

Eine Wichteltür ist eine kleine Tür, die in der Adventszeit meist über einer Fußleiste im Haus angebracht wird. Sie ist der magische Eingang in die Welt eines kleinen Weihnachtswichtels, der für einige Wochen bei der Familie einzieht.

Der Wichtel selbst bleibt für die Kinder unsichtbar. Tagsüber schläft er hinter seiner Tür und nachts wird er aktiv. Dann schreibt er zum Beispiel einen Brief, hinterlässt kleine Spuren, bittet die Kinder um Hilfe oder sorgt mit einem kleinen Streich für Überraschung.

Das Schöne daran: Es gibt nicht die eine richtige Wichtelgeschichte. Jede Familie kann selbst entscheiden, wie der eigene Wichtel heißt, welchen Charakter er hat und wie viel während der Adventszeit vor seiner Tür passiert.

Wichteltür für Einsteiger: Brauch, Regeln und Tipps für eure Wichtelzeit

Woher kommt der Brauch mit der Wichteltür?

Die Idee der Weihnachtswichtel hat ihre Wurzeln in Skandinavien. Dort gehören kleine Hauswichtel, je nach Region etwa als Nisse oder Tomte bekannt, schon lange zur Weihnachtszeit.

Ich habe als Kind das Kinderbuch Tomte Tummetott von Astrid Lindgren geliebt. Vielleicht kennst du das auch? Die Vorstellung, dass ein kleiner Hauswichtel in der Nacht auf mich aufpasst, war einfach faszinierend, magisch und liebevoll zugleich. 😊

Bei der heutigen Wichteltür-Tradition bekommt der kleine Weihnachtswichtel einen eigenen Eingang ins Zuhause und begleitet die Familie durch die Adventszeit. Aus der kleinen Tür kommt er nur nachts, niemand wird ihn sehen, aber er sorgt für zauberhafte Überraschungen, kleine Briefen und ganz viel Freude.

Wie funktioniert eine Wichteltür?

Das Prinzip der Wichteltür ist eigentlich ganz einfach: Ein kleiner Weihnachtswichtel zieht in der Adventszeit bei euch ein und wohnt hinter seiner Wichteltür. Für die Kinder bleibt er unsichtbar, trotzdem hinterlässt er immer wieder kleine Hinweise darauf, was er in der Nacht erlebt hat.

Meist beginnt die Wichtelzeit damit, dass plötzlich eine kleine Baustelle oder die Wichteltür im Haus auftaucht. Ist der Wichtel eingezogen, kann er den Kindern Briefe schreiben, kleine Fußspuren hinterlassen, etwas vor seiner Tür verändern oder hin und wieder einen kleinen Streich spielen.

Baustelle vor der Wichteltür

Besonders schön wird die Wichtelzeit, wenn die Kinder selbst Teil der Geschichte werden. Sie können ihrem Wichtel antworten, ihm Bilder malen, einen Keks vor die Tür legen oder kleine Aufgaben für ihn erledigen. Am nächsten Morgen ist der Keks vielleicht angeknabbert, das Bild hängt plötzlich in Miniaturformat an der Wand oder ein neuer Brief wartet vor der Tür.

Du entscheidest dabei selbst, wie aufwendig eure Wichtelzeit wird. Manche Wichtel melden sich fast jeden Tag, andere brauchen zwischendurch eine Pause oder sind ein paar Tage unterwegs. Auch die Geschichte, die Persönlichkeit und die kleinen Abenteuer eures Wichtels kannst du so gestalten, dass sie zu deiner Familie und eurem Alltag passen.

Was macht der Wichtel eigentlich?

Was euer Weihnachtswichtel macht, ist ganz euch überlassen. Unser Wichtel schreibt zum Beispiel gerne Briefe, erzählt darin von seinen nächtlichen Abenteuern oder bittet meinen Sohn um Hilfe. Manchmal hinterlässt er kleine Spuren, bringt eine Überraschung mit oder hat in der Nacht ein bisschen Schabernack getrieben.

Iglu aus Klorollen vor der Wichteltür

Dafür muss nicht jeden Morgen eine aufwendige Wichtelszene vor der Tür stehen.

Wenn du nach konkreten Inspirationen suchst, findest du in meinen Wichtel-Ideen für die Wichteltür einfache Streiche, Briefe und kleine Aktionen für die Adventszeit.

Wichteltür mit Briefkasten und Werkbank

So kann eure Wichtelzeit praktisch aussehen

Vielleicht klingt das alles schön, aber du fragst dich trotzdem: Was mache ich denn nun konkret, wenn bei uns ein Wichtel einzieht?

Ein Beispiel:

Am ersten Morgen liegt ein kleiner Brief vor der Wichteltür, in dem sich euer Wichtel vorstellt. Am nächsten Tag entdeckt dein Kind ein paar winzige Fußspuren und erfährt im Brief, dass der Wichtel nachts im Haus unterwegs war. Wieder einen Tag später bittet er dein Kind, ihm ein Bild zu malen. Über Nacht verschwindet das Bild vor seiner Tür oder es hängt am nächsten Morgen plötzlich in ganz klein an seiner Wichtelwand.

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Du möchtest wissen, wie solche Wichtelbriefe, Aktionen und kleinen Szenen konkret aussehen können?

Dann kannst du dir mein E-Book für 0 € mit 14 Ideen für die Wichteltür herunterladen. Darin findest du Wichtelbriefe, passende Druckvorlagen, Streiche, Aktionen und kleine DIY-Ideen. So bekommst du einen guten Eindruck davon und kannst mit der Wichteltür ganz einfach starten.

Wann zieht der Wichtel ein?

Bei vielen Familien zieht der Weihnachtswichtel Ende November oder zum 1. Dezember ein und bleibt während der Adventszeit. Auch bei uns taucht die Wichteltür spätestens Ende November auf und damit beginnt jedes Jahr unsere Wichtelzeit.

Ein festes Datum gibt es aber nicht. Du kannst den Einzug so planen, wie es für eure Familie am besten passt.

Der Einzug kann ganz plötzlich passieren: Abends ist noch nichts zu sehen und am nächsten Morgen entdecken die Kinder die kleine Tür. Oder du kündigst den Wichtel schon vorher an. Bei uns gab es zum Beispiel schon eine kleine Baustelle vor der Wichteltür, bevor der Wichtel tatsächlich eingezogen ist. So steigt die Spannung bei den Kindern von Tag zu Tag. 😊

Wenn du den Einzug etwas ausführlicher gestalten möchtest, kannst du später mit einem Einzugsbrief, kleinen Umzugskartons oder einer Baustelle eine eigene Geschichte daraus machen.

Wo stellt man die Wichteltür am besten auf?

Die Wichteltür wird meistens unten an einer Wand oder über einer Fußleiste angebracht. (Ich mache das immer mit diesem doppelseitigen Klebeband*.) Am besten suchst du einen Platz aus, den deine Kinder gut sehen können und an dem rund um die kleine Tür noch etwas Raum für Briefe und kleine Szenen bleibt.

Unser Wichtel hat im Laufe der Jahre schon im Flur, im Esszimmer und im Wohnzimmer gewohnt.

Am besten suchst du dir dafür eine Stelle aus, die für die Kinder täglich gut sichtbar ist, aber nicht im Kinderzimmer liegt. Du wirst öfters abends dafür etwas aufbauen und da ist das Kinderzimmer einfach unpraktisch. 😉

Was braucht man für eine Wichteltür?

Eigentlich brauchst du erstaunlich wenig, um mit der Wichteltradition zu beginnen. Eine kleine Wichteltür und ein paar Ideen, was der Weihnachtswichtel machen soll, reichen vollkommen aus.

Praktisch ist außerdem ein kleiner Briefkasten oder eine Fußmatte vor der Tür. Dort kann der Wichtel seine Briefe hinterlassen und die Kinder können ihm antworten, Bilder malen oder kleine Überraschungen vor die Tür legen.

Wichteltür Zubehör: Was brauchst du und wo kannst du es kaufen?

Alles andere ist optional. Eine Leiter, winzige Möbel, Werkzeug, Geschirr oder andere Miniaturgegenstände machen die Wichteltür natürlich besonders schön, aber notwendig sind sie nicht.

Gerade wenn bei euch zum ersten Mal ein Wichtel einzieht, kannst du ruhig klein starten. Eine Wichteltür brauchst du natürlich.

Unser ganzes Zubehör habe ich erst über die Jahre zusammengestellt. Beim ersten Einzug hatten wir die Wichteltür, einen Schlitten und eine Bank. Aus der Playmobilkiste von meinem Sohn hat der Wichtel sich ab und zu etwas ausgeliehen. Das hat für uns wunderbar funktioniert. 😊

Wichtel-Zubehör kaufen oder selber basteln?

Mit der Zeit ist auch bei uns einiges an Zubehör für die Wichteltür zusammengekommen. Vieles davon benutzen wir jedes Jahr wieder. Ich bastle besonders gerne selbst kleine Dinge aus Pappe, Eisstielen, Holz oder anderen Materialien, die wir sowieso zu Hause haben.

Wenn du ebenfalls gerne kreativ wirst, findest du bei meinen DIY-Ideen für die Wichteltür Anleitungen für selbst gebasteltes Wichtel-Zubehör.

Du musst aber natürlich nicht alles selber machen. Kleine Möbel, Briefkästen, Leitern, Werkzeug und anderes Zubehör gibt es inzwischen auch fertig zu kaufen. Hier findest du meine Tipps für Zubehör für die Wichteltür. Dort zeige ich dir, was sich für unsere Wichtelzeit bewährt hat und wo du passende Sachen findest.

Mein Tipp: Die schönsten Wichtelmomente entstehen bei uns nicht durch möglichst viel Zubehör, sondern durch die Geschichten, die sich rund um den kleinen Bewohner entwickeln. 😉

Welche Regeln gibt es bei der Wichteltür?

Gibt es eigentlich feste Regeln für die Wichteltür? Nicht wirklich. Jede Familie kann ihre eigene Wichtelgeschichte erfinden und selbst entscheiden, was der kleine Bewohner darf, mag oder vielleicht überhaupt nicht leiden kann.

Ein paar Regeln haben sich bei uns aber bewährt. Sie machen die Geschichte für die Kinder verständlich und helfen ganz nebenbei dabei, den Zauber rund um den unsichtbaren Wichtel zu bewahren.

1. Die Wichteltür bleibt immer geschlossen

Die wichtigste Regel bei uns lautet: Die Wichteltür darf nicht geöffnet werden. Schließlich befindet sich dahinter das geheime Reich des Wichtels.

Kindern erklären wir es so: Wichtel sind sehr vorsichtig und dürfen von Menschen nicht gesehen werden. Versucht jemand, die Tür zu öffnen, verzaubert der Wichtel sein Reich und zieht sich zurück, damit es niemand entdecken kann.

Es gibt aber mittlerweile auch schon Wichteltüren, die sich bewusst ein Stück weit öffnen lassen, dahinter sehen die Kinder dann meist einen kleinen Ausschnitt der Wichtelwohnung. (Meist ein Foto, das an der Wand klebt. 😉 )

2. Der Wichtel wird nicht gesehen

Tagsüber ist es ruhig hinter der Wichteltür. Erst wenn alle schlafen, wird unser Weihnachtswichtel aktiv. Deshalb bekommen die Kinder ihn selbst nie zu Gesicht.

Dass der Wichtel trotzdem unterwegs war, erkennen sie am nächsten Morgen an seinen Spuren: Vielleicht liegt ein Brief vor der Tür, etwas wurde umgestellt, ein paar Krümel sind aufgetaucht oder der Wichtel hat irgendwo ein bisschen Schabernack getrieben.

3. Die Kinder dürfen dem Wichtel schreiben

Die Kommunikation funktioniert natürlich in beide Richtungen. 😊 Die Kinder können dem Wichtel Briefe schreiben, Bilder malen oder ihm etwas zu essen vor die Tür stellen.

Bei uns bekommt der Wichtel zum Beispiel immer mal wieder einen Lebkuchen. Am nächsten Morgen ist der dann angebissen oder sogar komplett verschwunden. Ein paar verdächtige Krümel bleiben natürlich zurück.

4. Der Wichtel muss nicht jeden Tag etwas machen

Eine Regel, die vor allem für uns Eltern wichtig ist: Vor der Wichteltür muss nicht jeden Morgen etwas Neues passieren. 😀

Auch ein Wichtel darf schließlich mal müde, erkältet oder auf Reisen sein. Vielleicht liegen dann nur ein paar Taschentücher vor seiner Tür oder er schreibt einen kurzen Gruß. Und manchmal passiert einfach gar nichts.

Gerade im ohnehin vollen Dezember nimmt das viel Druck heraus. Die Wichtelzeit soll schließlich eine schöne Familientradition sein und nicht jeden Abend in einer weiteren Aufgabe enden. 😊

5. Eure Wichtelregeln dürfen zu eurer Familie passen

Wie heißt euer Wichtel? Ist er frech oder eher ruhig? Liebt er Plätzchen? Schreibt er jeden Tag oder nur manchmal? Spielt er gerne Streiche oder bastelt er lieber?

All das dürft ihr selbst entscheiden. Es gibt keine richtige oder falsche Wichtelzeit. Mit der Zeit entwickelt sich meistens ganz von selbst ein Charakter – und oft haben die Kinder daran einen ziemlich großen Anteil.

Bei uns passieren zum Beispiel immer wieder Dinge in der Wichtelgeschichte, die ich überhaupt nicht geplant habe. Mein Sohn entdeckt etwas und überlegt, wie der Wichtel damit zu tun hat. Schon ist ein neues Abenteuer entstanden. Genau diese Fantasie macht die Wichtelzeit für mich so besonders.

Brief vor der Wichteltür

Wichtelbriefe: So spricht der Wichtel mit den Kindern

Wichtelbriefe sind eine schöne Möglichkeit, den kleinen Bewohner hinter der Wichteltür lebendig werden zu lassen. Schließlich können die Kinder ihren Wichtel nicht sehen – durch seine Briefe erfahren sie aber trotzdem, wer er ist und was er nachts erlebt.

Unser Wichtel erzählt in seinen Briefen zum Beispiel, was er in der Nacht erlebt hat, berichtet etwas über sich oder bittet meinen Sohn um Hilfe. Manchmal stellt er eine kleine Aufgabe oder erklärt, warum vor seiner Tür plötzlich etwas ganz anders aussieht als am Abend zuvor.

Die Briefe legen wir entweder auf die kleine Fußmatte vor der Wichteltür oder stecken sie in einen Mini-Briefkasten.

Die Kommunikation mit dem Wichtel ist keine Einbahnstraße. Die Kinder können ihrem Wichtel zurückschreiben, ihm Bilder malen, Fragen stellen oder ihm kleine Dinge vor die Tür legen. So entwickelt sich mit der Zeit eine ganz eigene Geschichte zwischen dem Wichtel und den Kindern.

Muss der Wichtel jeden Tag einen Brief schreiben?

Nein. Auch hier gibt es keine feste Regel. Euer Wichtel kann täglich schreiben, sich nur alle paar Tage melden oder zwischendurch einfach eine kleine Spur hinterlassen.

Du kannst die Briefe selbst schreiben (Achtung: Wenn deine Kinder deine Handschrift erkennen würden, schreibst du die Briefe besser am Computer und druckst sie aus. 😉) und dabei auf Dinge eingehen, die gerade bei euch passieren. Wenn dir das im Dezember zu viel Arbeit ist, kannst du aber genauso gut vorbereitete Wichtelbriefe und Vorlagen verwenden.

Wenn du deine Briefe selbst schreiben möchtest, findest du in meinem Artikel „Wichtelbriefe: 10 Ideen, Vorlagen & Tipps für die Wichteltür“ viele Ideen, Beispiele und Tipps für eure Wichtelpost.

In meinem E-Book mit 14 Wichtel-Ideen findest du einige Beispiele für Wichtelbriefe, Aktionen und passende Druckvorlagen. Wenn du eure komplette Wichtelzeit lieber im Voraus planen möchtest, gibt es außerdem fertige Sets mit Wichtelbriefen und Ideen für die Adventszeit.

Wichtelstreiche und Ideen: Wie viel muss wirklich passieren?

Wenn man zum ersten Mal all die liebevoll aufgebauten Wichtelszenen sieht, kann schnell der Eindruck entstehen, dass der Weihnachtswichtel jeden Morgen etwas Neues und möglichst Spektakuläres vorbereitet haben muss. Das ist aber überhaupt kein „Muss“! 😊

Bei uns gibt es mal einen kleinen Wichtelstreich, mal einen Brief und an einem anderen Morgen hat sich vielleicht nur eine Kleinigkeit vor der Wichteltür verändert.

Und dann gibt es auch Tage, an denen kaum etwas passiert.

Gerade einfache Kleinigkeiten funktionieren oft erstaunlich gut. Ein verschwundener Keks, ein paar Fußspuren, etwas Mehl vor der Tür oder eine kurze Nachricht reichen schon aus, damit die Kinder daraus ihre eigenen Ideen und Gedanken entwickeln. Wenn du Inspiration brauchst, findest du bei meinen Wichtel-Ideen für die Wichteltür verschiedene Briefe, Aktionen, Streiche und Bastelideen. Und für die Abende, an denen es besonders schnell gehen soll, habe ich 15 einfache Wichtelstreiche gesammelt, die du in weniger als 5 Minuten vorbereiten kannst.

Wichteltür ohne Stress: Meine 5 Tipps aus mehreren Jahren Wichtelzeit

So schön die Wichtelzeit ist: Im Dezember haben wir Eltern meistens sowieso schon genug zu tun. 😉 Deshalb versuche ich inzwischen gar nicht mehr, jeden Abend eine aufwendige Szene aufzubauen. Nach mehreren Jahren mit unserem Weihnachtswichtel haben sich für mich ein paar Dinge bewährt, die mir die Wichtelzeit deutlich entspannter machen.

1. Plane ein paar Wichtel-Ideen im Voraus

Ich plane nicht schon im November jeden einzelnen Wichteltag durch. Aber ich überlege mir meistens im November – manchmal auch schon im Oktober – ein paar Streiche, Aktionen oder Briefe, die unser Wichtel machen soll.

Dann kann ich auch gleich die Materialien, die ich dafür brauche, bereitlegen. Natürlich gut versteckt. 😉

So muss ich nicht jeden Abend von Neuem überlegen, was der Wichtel am nächsten Morgen machen könnte. Mit den vorbereiteten Ideen komme ich entspannt durch die ersten Tage – und danach ergibt sich oft ganz von selbst etwas Neues.

2. Ich halte die Wichtel-Ideen lieber einfach

Früher habe ich manchmal gedacht, dass eine Wichtelidee möglichst aufwendig sein muss. Inzwischen sehe ich das ganz anders.

Oft reichen bei uns ein paar Krümel, kleine Fußspuren, ein kurzer Brief oder irgendeine Kleinigkeit, die plötzlich an einer anderen Stelle liegt. Für die Kinder ist das trotzdem spannend.

Und ehrlich gesagt sind es häufig gerade diese einfachen Dinge, aus denen sie selbst die schönsten Geschichten entwickeln.

3. Ich plane Pausen ganz bewusst mit ein

Unser Wichtel muss nicht jeden Tag etwas machen. Das nimmt mir enorm viel Druck.

Wenn ich keine Zeit oder einfach keine Lust auf eine Aktion habe, ist der Wichtel eben mal erkältet, bei einem Freund zu Besuch oder in der Wichtelwerkstatt unterwegs.

Bei uns lagen auch schon einfach Taschentücher oder das Papier von Hustenbonbons vor der Tür. Und plötzlich kümmern sich die Kinder um den kranken Wichtel und stellen ihm Tee oder etwas anderes hin.

4. Ich nutze Vorlagen, wenn sie mir Arbeit abnehmen

Ich schreibe gerne eigene Briefe und passe unsere Wichtelgeschichte an das an, was bei uns gerade passiert. Aber ich möchte im Dezember auch nicht jeden Abend bei null anfangen.

Deshalb nutze ich genauso gerne vorbereitete Briefe, Druckvorlagen oder bereits geplante Ideen. Wenn der Tag voll war, bin ich froh, wenn ich nur noch etwas ausdrucken oder kurz aufbauen muss.

Für mich ist das kein bisschen weniger persönlich. Ich passe die Vorlagen einfach an unsere Familie und unseren Wichtel an.

5. Ich lasse die Kinder die Geschichte mitgestalten

Das ist inzwischen einer meiner liebsten Teile der Wichtelzeit.

Bei uns passieren regelmäßig Dinge, die ich überhaupt nicht geplant habe. Mein Sohn entdeckt irgendeine Kleinigkeit, überlegt sich, was der Wichtel wohl gemacht haben könnte, und plötzlich entsteht daraus eine ganz neue Geschichte.

Ich lasse diese Ideen dann einfach stehen oder – noch viel lieber – ich greife sie später wieder auf. Das ist für meinen Sohn natürlich super toll und macht mir die Zeit mit der Wichteltür einfacher. 😉

Abschlussparty vom Wichtel zum Auszug

Du möchtest eure Wichtelzeit nicht selbst planen?

Wenn du lieber direkt mit einem fertig vorbereiteten Wichtel-Ablauf starten möchtest, findest du in meinem 24+ Wichtelbriefe – Band 1 Briefe, Streiche, Aktionen und passende Druckvorlagen für eure Wichtelzeit.

So musst du dir nicht jeden Abend neu überlegen, was euer Wichtel am nächsten Morgen machen könnte, sondern kannst Schritt für Schritt durch die Adventszeit gehen.

24+ Briefe für die Wichteltür mit vielen Druckvorlagen und Bastelanleitungen to Pinterest (opens in a new window)

Wann zieht der Wichtel wieder aus?

Es gibt keine feste Regel dafür, wann der Wichtel wieder ausziehen muss. Viele Weihnachtswichtel verabschieden sich an Weihnachten oder kurz danach.

Mein Sohn liebt seinen Wichtel so sehr, dass ich die Wichteltür meist bis Anfang Januar da lasse. Allerdings braucht unser Wichtel nach der anstrengenden Weihnachtszeit viel Schlaf oder, er besucht seine Familie um Weihnachten zu feiern. Zwischen Weihnachten und Silvester ist er dadurch deutlich weniger aktiv. Anfang Januar zieht er wieder aus.

Mein Sohn vor der Wichteltür

Zum Abschied hinterlässt der Wichtel einen letzten Brief für die Kinder. Darin kann er sich für die gemeinsame Zeit bedanken, von seinen schönsten Erlebnissen erzählen und ankündigen, dass er nun wieder zurück in die Wichtelwelt muss.

Und dann verschwindet irgendwann auch die kleine Wichteltür – bis sie im November ganz plötzlich wieder bei uns auftaucht. 😊

Häufige Fragen zur Wichteltür

Für welches Alter eignet sich eine Wichteltür?

Eine feste Altersgrenze gibt es für die Wichteltür nicht. Besonders schön finde ich die Wichtelzeit in dem Alter, in dem Kinder sich gerne auf Fantasiegeschichten einlassen und morgens gespannt nachschauen, was vor der kleinen Tür passiert ist.
Unsere Wichtel ist das erste Mal eingezogen, als mein Sohn 3,5 Jahre alt war.
Aber auch ältere Kinder können noch viel Spaß daran haben – vor allem, wenn die Briefe, Streiche und Geschichten an ihr Alter angepasst sind. Am Ende kennst du dein Kind am besten und kannst einschätzen, ob es Freude an der Wichtelwelt hätte.

Muss der Wichtel jeden Tag einen Brief schreiben?

Nein. Unser Wichtel schreibt zwar gerne Briefe, aber er muss sich nicht jeden Tag melden. Manchmal reichen ein paar Spuren oder eine kleine Veränderung vor der Tür vollkommen aus. Und an manchen Tagen passiert einfach gar nichts.

Muss der Wichtel jeden Tag einen Streich machen?

Auf keinen Fall. Streiche sind nur eine Möglichkeit, die Wichtelgeschichte lebendig zu gestalten. Unser Wichtel schreibt auch Briefe, bittet um Hilfe, hinterlässt kleine Überraschungen oder macht zwischendurch einfach eine Pause.

Warum darf man die Wichteltür nicht öffnen?

Bei uns gilt die Regel, dass Wichtel von Menschen nicht gesehen werden dürfen. Deshalb bleibt die Wichteltür geschlossen. So bleibt das Reich dahinter geheim und der kleine Bewohner kann weiterhin unentdeckt bei uns wohnen.
Welche Geschichte du deinen Kindern dazu erzählst, kannst du natürlich selbst entscheiden.

Kann der Wichtel auch nach dem 1. Dezember einziehen?

Natürlich. Es gibt keinen festen Tag, an dem ein Weihnachtswichtel einziehen muss. Wenn du erst im Dezember starten möchtest, zieht euer Wichtel eben etwas später ein.
Du kannst das sogar wunderbar in die Geschichte einbauen: Vielleicht hatte er vorher noch viel in der Wichtelwerkstatt zu tun oder seine Reise zu euch hat einfach etwas länger gedauert.

Brauche ich zusätzlich zur Wichteltür einen Adventskalender?

Die Wichteltür kann einen Adventskalender ersetzen, muss sie aber nicht. Bei uns sind das zwei unterschiedliche Traditionen und mein Sohn hat zusätzlich zur Wichteltür einen Adventskalender.
Wenn dir beides zusammen zu viel wird, kannst du eure Wichtelzeit natürlich auch mit dem Adventskalender verbinden. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch.

Brauche ich eine Wichtelfigur?

Nein. Bei der Tradition mit der Wichteltür bekommen die Kinder den Weihnachtswichtel nie zu Gesicht. Gerade das macht für uns einen großen Teil des Zaubers aus.
Wir wissen, dass er da ist, weil er Briefe und Spuren hinterlässt und vor seiner Tür immer wieder etwas passiert. Eine Wichtelfigur brauchst du dafür also nicht.

Wie lange bleibt der Wichtel?

Viele Wichtel begleiten ihre Familien durch die Adventszeit und verabschieden sich rund um Weihnachten wieder. Bei uns ist das unterschiedlich: Manchmal zieht unser Wichtel rund um Weihnachten aus und manchmal bleibt er noch bis Anfang Januar.
Auch hier könnt ihr eure eigene Tradition entwickeln und den Zeitpunkt wählen, der zu eurer Wichtelgeschichte passt.

Eure erste Wichtelzeit darf ganz einfach sein

Wenn bei euch zum ersten Mal ein Wichtel einzieht, musst du nicht schon vorher wissen, was an allen 24 Tagen passieren soll. Du brauchst auch keine perfekt eingerichtete Miniaturwelt und musst nicht jeden Abend einen spektakulären Wichtelstreich vorbereiten.

Das habe ich in unseren Wichteljahren selbst gelernt. 😀

Für mich sind es inzwischen vor allem die kleinen Dinge, die unsere Wichtelzeit besonders machen: morgens gemeinsam nachschauen, ob sich etwas verändert hat, über einen Streich lachen, einen neuen Brief entdecken und beobachten, welche Geschichten die Kinder selbst rund um unseren kleinen Mitbewohner erfinden.

Fang deshalb einfach an und entwickelt eure eigene Wichteltradition. Euer Wichtel darf zu dir und deiner Familie passen, Pausen machen, mal mehr und mal weniger erleben und jedes Jahr ein bisschen anders sein.

Du möchtest sehen, wie eine Wichtelzeit konkret aussehen kann?

Wenn du noch nicht so richtig weißt, was der Wichtel schreiben oder vor seiner Tür machen könnte, oder du einfach auf der Suche nach Vorlagen bist, dann kannst du dir meine 14 Wichtel-Ideen herunterladen.

Im E-Book findest du Wichtelbriefe, Streiche und Aktionen, passende Druckvorlagen und kleine DIY-Ideen. Damit bekommst du nicht nur erste Ideen für eure Wichtelzeit, sondern kannst direkt ein paar davon ausprobieren.

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Noch mehr rund um eure Wichteltür

Wenn euer Wichtel erst einmal eingezogen ist, findest du hier weitere Ideen für eure Adventszeit:

Und jetzt wünsche ich dir noch viel Spaß mit der Wichteltür! 🙂

Bis bald

Bis bald, Svenni

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14 Ideen für Weihnachtswichtel

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Über Svenni_liebt

Ich bin Svenja – kreative Mama, DIY-Enthusiastin, Fotografin und Gründerin von svenniliebt.de. Schon als Kind habe ich in der Werkstatt meines Opas gehämmert und gebaut. Kreativität war für mich nie nur Deko, sondern immer ein Lebensgefühl. Heute teile ich hier über 100 DIY-Anleitungen, Wohnideen, Rezepte und liebevoll gestaltete Printables. Vom selbst gebauten Kaufladen über das Tonie-Regal als Riesenrad bis zu Kreidemarker-Fensterbildern, die im Advent viele Küchenfenster schmücken – meine Projekte sollen machbar sein. Mit wenig Zeit. Wenig Material. Und ohne Perfektionsdruck. Ich schreibe für dich, damit du nicht nur Ideen speicherst – sondern loslegst. Schön, dass du hier bist. Wirklich. :) Mehr über mich erfährst du hier!

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