Teil 10 der Blogserie: schöne und emotionale Kinderfotos wie die Profis machen

Jetzt sind wir auch schon beim letzten Artikel des kleinen Fotoworkshops angelangt. Ich hoffe dir hat es bisher viel Freude und Spaß gemacht. Fotografisch hast du dich sicherlich toll weiter entwickelt. Du hast viel über das Belichtungsdreieck gelernt, du weißt wie du die Blende einstellst oder den Fokus setzt und hast neue Bildideen zur Gestaltung bekommen. Sogar über die kleinen Tricks und Tipps von Familienfotografen haben wir im letzten Blogpost gesprochen. Ich freue mich sehr darüber, dass du so lange motiviert dabei geblieben bist und wir jetzt gemeinsam den letzten Teil zur Bildbearbeitung anschauen wollen.

In diesem Blogpost geht es um die Bearbeitung und Entwicklung deiner Bilder. Generell empfehle ich immer Fotos im RAW-Format zu machen. Im RAW-Format? Was ist das und warum sollte ich damit fotografieren fragst du dich?

Was ist also das RAW-Format?

RAW (engl. „roh“) ist das Rohdatenformat in der Fotografie. Im Prinzip ist die RAW-Datei dein früheres Negativ. Eine RAW-Datei muss im Nachhinein von dir digital „entwickelt“ werden. Diese Datei ist sehr groß, da sie alle Informationen zu deinem Bild enthält.

Du hast später alle Möglichkeiten

Der große Vorteil ist, dass du den Weißabgleich, den Farbraum, die Kontraste etc. bestimmst, ohne einen Qualitätsverlust des Bildes zu haben. Auch auf Parameter wie Schärfe und Bildrauschen hast du Einfluss.

Ausgangsbild im RAW-Format der Kamera
Ausgangsbild „Out of Camera“ im RAW-Format der Kamera

Der Unterschied von RAW zu JPEG?

Bei der Fotografie im JPEG-Format legt deine Kamera verschiedene Parameter wie z.B. den Weißabgleich für deine Aufnahme fest. Nachträglich kannst du diese nicht mehr ändern. Dadurch ist natürlich die Dateigröße deutlich geringer.

JEPG-Bilder kannst du auch am PC nachbearbeiten. Allerdings nur mit zum Teil sehr deutlich sichtbaren Qualitätsverlusten und längst nicht so umfangreich im Spektrum wie es mit dem RAW möglich ist.

Möchtest du den RAW-Modus aktivieren schaue in deiner Kamera Anleitung nach wie das geht oder google kurz.

Bildbearbeitung mit Adobe Lightroom

Wie du schnell und einfach das volle Potenzial aus deinen Bildern heraus holst

Schnelle Korrekturen zuerst

Als erstes prüfe ich mein Bild auf offensichtliche Mängel wie z.B. eine schiefe Perspektive. Auch der Bildaufbau der Aufnahme wird zu Beginn der Bildbearbeitung geprüft und ggf. der Zuschnitt verändert. Jetzt bekommst du schon einen ganz neuen Eindruck von deinem Foto.

Tonwerte anpassen

Als nächstes sehen wir uns die Tonwerte deines Kinderfotos an. Passt der Weißabgleich oder möchtest du nachbessern? Meistens folgt bei mir anschließend eine automatische Tonwert Korrektur. Jetzt stelle ich die gewünschte Helligkeit des Bildes ein. Für einen matten und hellen Bildlook verschiebe ich gerne die Lichter an den linken Rand und helle den Schwarz-Wert etwas auf.

Kontrast, Dynamik und Dunst-Entfernen

Diese drei Regler probiere ich einfach nach Gefühl aus. Achte darauf nicht zu übertreiben, sondern mit deiner Bearbeitung die Bildaussage zu unterstützen.

Veränderungen mit der Zeit

Ein Bildlook ist immer auch etwas Geschmackssache. Da ist es ganz natürlich, dass er sich über die Zeit verändert. Meine Bilder waren früher geprägt von tollen Kontrasten und dynamisch leuchtenden Farben. Heute mag ich es lieber dezenter. Fotos entwickle ich in einem matteren Bildlook und nehme dafür gerne auch die Sättigung geringfügig aus den Aufnahmen. Ich mag meine Bilder mit einer hellen und luftigen Ausstrahlung. Daher überbelichte ich oft bei der Aufnahme schon 1-2 Stufen. Im Histogramm geht die Kurve meiner Bilder oft im rechten Bereich nach oben.

Vorgaben von Lightroom

In Lightroom gibt es einige Vorgaben zur Entwicklung und Bildbearbeitung. Probiere sie einfach mal aus. Wenn dir etwas gefällt, benutze es immer mal wieder. So entstehen oft tolle Serien mit harmonischen Farben und deinem persönlichen Stil. Vorgaben für Lightroom kannst du auch als Preset kaufen oder frei runterladen.

Kreiere deinen eigenen Bildlook unterwegs

Die Bildbearbeitung am Smartphone ist mittlerweile fast so vielseitig wie die mit professionellen Desktop-Programmen. Die kostenlose Lightroom App ermöglicht großartige Korrekturen und Veränderungen.

Feedback zum Workshop

Erinnerst du dich noch? Vor ein paar Wochen bist du mit meinem Fotoworkshop hier im ersten Blogartikel „schöne und emotionale Kinderfotos wie die Profis machen“ gestartet. Jetzt hast du die 10-teilige Blogserie komplett durchgearbeitet. Du hast dein Wissen ganz einfach im Familienalltag ausprobiert und geübt. Entstanden sind dabei viele tolle Kinderfotos. Jetzt möchte ich gerne von dir wissen:

  • Wie hat sich deine Fotografie verbessert?
  • Hast du Spaß am Fotografieren und bist glücklich mit den Ergebnissen?
  • Gibt es noch etwas, dass du mehr üben möchtest?
  • Welche Themen interessieren dich noch?
  • Was möchtest du vertiefen, verbessern oder dir zusätzlich aneignen?

Ich freue mich sehr auf deinen Kommentar.

Bis bald und gut Licht!

10-teilige Blogserie: Kinder fotografieren wie die Profis

Kinder-Fotografieworkshop Teil 10: Bildbearbeitung: Wie du deine Kinderfotos zum Strahlen bringst!
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Über Svenni_liebt

Hallo! Ich bin Svenni, Jungsmama mit Liebe für DIY. Auf meinem Blog findest du einfach gemachte DIY mit Anleitung, Interieur Inspiration für dein Zuhause, Familienleben und schönes für Kinder sowie Tipps von Mama zu Mama.

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