Es wird also noch eine Zeit lang so weiter gehen. Am 15. April gab die Regierung ihren Fahrplan für die weiteren Maßnahmen zur Coronakrise bekannt. In kleinen Schritten gibt es Lockerungen. Die Auswirkungen auf die Infektionszahlen werden stetig neu bewertet. Wann unsere gewohnte „Normalität“ zurück kehrt kann niemand sagen. Und ist die dann überhaupt noch gewohnt und normal?

Ich denke, die Kitas werden noch sehr lange geschlossen bleiben. Niedersachsen hat bereits bekannt gegeben, dass dort die Kindergärten bis zu den Sommerferien zu bleiben. Das sind dort noch weitere 18 Wochen. Bei uns in Bayern wären es 20 Wochen, wenn es so kommt. Aber der Unterschied macht bei dem Zeitraum nichts aus.

Gestern habe ich durch Zufall ein ganz tolles Buch entdeckt. „Drin-Bleib-Monster: Alma hat coronafrei“. Mit Kindergarten- oder Grundschulkindern lege ich dir das wärmstens ans Herz. 🙂 Eine Vorstellung des Bilderbuches findest du etwas weiter unten.

Jetzt erst einmal zu den Fragen. Die letzen Wochen habe ich auch schon bei Kerstins Idee mit dem Familientagebuch mitgemacht. Einen kleinen Rückblick findest du hier: Erste, zweite, dritte , vierte Woche.

Interessiert dich unser Familienleben in der Coronazeit weiterhin?


Wie viele Tage sind wir schon zuhause?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr. Little M ein paar Tage mehr als ich.

Wie ist die aktuelle Stimmung?

Unsere Stimmung zuhause ist gut. Mit einem Kindergartenkind und einem großen Garten ist das alles machbar. Im Moment muss ich aber auch nicht arbeiten. Doch wir sind uns sicher, das werden wir in der Zukunft auch gut schaffen.

Ich denke, wir werden noch eine Weile warten, bis wir die ersten Ausflüge in den Baumarkt oder in das Buchgeschäft machen. Für den Einzelhandel tut mir das sehr leid. Aber im Moment haben wir uns daran gewöhnt, dass wir all solche Dinge nicht dringend benötigen.

Einen kleinen Dämpfer gab es, als ich erfahren habe wie sich manche älteren Menschen im Moment verhalten. Das machte mich wirklich wütend.

Familientagebuch zur Coronazeit: Viel Zeit haben wir in unserem Garten verbracht.

Der schönste Moment diese Woche?

„Piep, piep“. Ein neues Bild per WhatsApp ist zu uns gekommen. Ein animierter Benjamin Blümchen der ein Eis schleckt. Eine kleine Geste mit ganz großer Freude in den Kinderaugen.

Der schlimmste Moment diese Woche?

Samstagabend im Bett flüsterte Little M mir zu: „Mama. Ich freue mich so auf Ostern – und auf Weihnachten – und darauf, dass das Virus wieder weg ist und wir wieder etwas Schönes unternehmen können. Zum Beispiel zum Bauernhof fahren und mit Freunden spielen.”

– Mein Schatz, ich freue mich auch darauf. So sehr! Mit dem ganzen Herzen. Doch all das wird noch dauern.  –

Was stresst dich gerade?

Der ganze Dreck! Ist das bei euch auch so? Ständig sind Sandkrümel auf dem Fußboden, Wäsche schmutzig oder nass und gefühlt produzieren wir 3 mal so viel Staub wie sonst. Im nächsten Augenblick werden die Hände nur flüchtig gewaschen und dann die Fensterscheiben betatscht. Oder der Klassiker, mit schmierenden Stiften gemalt und dann die weiße Wand angefasst.

Puhh… zum Glück sind wir viel im Garten!

Was hat besonders Spaß gemacht?

Natürlich unser kleines Osterfest. J Nicht nur der Osterhase hat uns reichlich mitgebracht. Liebe Menschen haben uns vor der Haustür oder mit der Post Freude geschenkt und an uns gedacht. Wir haben uns über diese Überraschungen sehr gefreut.

Dann waren da natürlich noch unsere Pflanzaktionen im Gemüsebeet. Das erste Mal Grillen in diesem Jahr und die ganze Zeit in der wir im Garten gespielt und gewerkelt haben.

Ostern hat uns Little M stetig in den Ohren gelegen: „Mama, Papa kommt. Wir wollen ein Baumhaus bauen.“ Nachdem wir immer wieder erklärt haben, dass wir kein Holz dafür zuhause haben und ja die Baumärkte alle geschlossen sind, wollte er eine Seifenkiste bauen. Mal ganz davon abgesehen, dass Little M ein ganz tolles Stelzenhaus zum Spielen hat, weil wir keinen Baum für ein Baumhaus haben. Für eine Seifenkiste ist natürlich auch nichts daheim. Insgeheim denke ich, ihm war der Wunsch nach dem gemeinsamen Werkeln viel wichtiger, als das spätere damit spielen.

Also haben wir ein bisschen Inspiration gesammelt und zusammen überlegt, dass wir eine Ecke mit Spielstraßen im Garten bauen. Das Material hatten wir zuhause. Und am Dienstag ging es gleich los. Little M ist mit großer Begeisterung dabei gewesen. Ich werde die Tage eine DIY-Anleitung dazu auf den Blog stellen. Schaut also wieder vorbei! 😉

Was haben wir diese Woche gekocht?

Puh… ganz viel Reste aufgebraucht. Unsere Planung im Voraus hatte dieses Mal irgendwie nicht ganz so gut geklappt. Also gab es ein paar Resteessens und einiges Improvisiertes. Und den guten Glauben daran, dass die Planung für die nächste Woche wieder besser klappt.

  • Pfannkuchen mit Apfelmus
  • Nudeln mit Soße
  • Chicken Curry mit Reis
  • Bremer Knipp mit Kartoffeln. (Ja, ich weiß, 20 Grad ist nicht unbedingt die passende Temperatur. Aber was soll ich sagen: „Das war noch da. 😀 Und geschmeckt hat es auch sehr gut!“)
  • Hamburger vom Grill mit Gurkensalat und Pommes
  • Alles andere habe ich vergessen 😉

Was hat diese Woche Positives in meinen Gedanken hinterlassen?

Die riesen Freude und Leichtigkeit mit der Little M Fahrrad fährt. Sowie die Natur, die hier endlich in vollen Zügen den Frühling entfacht.

Welche Ideen nehme ich in die nächste Woche mit?

Ich bin ja gerade so begeistert. Durch Zufall bin ich auf das süße Bilderbuch „Drin-Bleib-Monster – Alma hat coronafrei“ gestoßen. Kennt ihr das Buch schon? Ich frage mich, warum ich nicht schon eher auf diese Entdeckung gestoßen bin. Dieses Buch werden wir morgen auf jeden Fall lesen. Und wahrscheinlich auch noch öfters in der nächsten Zeit.

Buchvorstellung „Drin-Bleib-Monster – Alma hat coronafrei“

Das schöne Bilderbuch hat Sophia M. Phildius in den letzten Wochen geschaffen. Im Moment kann es nur auf ihrer Webseite https://www.drin-bleib-monster.de betrachtet werden. Ich hoffe sehr, sie kommt mit einem Verlag zusammen um das Buch in einer gedruckten Ausgabe zur Verfügung zu stellen.

In dem Kinderbuch geht es um das Mädchen Alma. Alma ist mit ihren Eltern und ihrem Bruder im Moment zuhause. Die Schulen und die Kitas sind geschlossen. Papa ist im Home-Office und arbeitet von zuhause. Ihre Oma darf Alma nicht besuchen, ihre Mutter ist ein bisschen krank und ihr kleiner Bruder hat keine Lust mit ihr zu spielen. Alma ist langweilig. Sie möchte so gerne nach draußen. Doch da hält sich ganz plötzlich ein kleines lilafarbenes fusseliges Monster an ihrem Knöchel fest. Erst ist Alma sehr genervt von dem kleinen wuscheligen Ding. Doch dann beeindruckt das kleine Monster sie mit ganz fantastischen Spielideen.

Es folgen zwie ganz wundervoll illustrierte Seiten zum „Drin-Bleib-Spiele-Spaß“.  Auf den beiden Seiten ist sicherlich die ein oder andere Idee für die nächste Woche mit dabei. Es gibt so viel zu entdecken. Ich bin gespannt auf welche Ideen Little M anhand dieses Buches kommt.

Am Abend hat Alma eigentlich gar keine Zeit ins Bett zu gehen, da sie noch so viele Dinge spielen und basteln möchte. Das Drin-Bleib-Monster ist nicht mehr zu finden, doch Alma hält einen liebevollen Brief in den Händen. „An meine Freundin Alma: …“. Ich denke, das ist der Beginn einer wundervollen Freundschaft.

Auf spielerische Art und Weise vermittelt dieses Buch anschaulich die momentane Situation in Deutschland und dem Rest der Welt. Ich bin wirklich sehr beeindruckt! Auf vielen Seiten sind zusätzlich zur Geschichte ein paar sachliche Informationen kindgerecht aufbereitet. So erklärt das Buch, dass Alma ihre Oma nicht besuchen darf, weil wir ältere Menschen schützen müssen. So lange bis Wissenschaftler ein Mittel gegen das Virus gefunden haben. Auch warum Händewaschen so wichtig ist oder auch was es mit dem Nase-/Mundschutz auf sich hat.

Fazit:

Ein rundum gelungenes Buch für Kindergarten- und Grundschulkinder. Zauberhaft illustriert und eine reizende und berührende Geschichte über ein kleines Mädchen dem es im Moment so geht wie allen anderen Kindern. Genauso wie die ganzen gebastelten Regenbögen in den Kinderzimmern, zeigt dieses Buch unseren Kindern „Ich bin nicht alleine“. So wie ich, müssen im Augenblick alle Kinder zuhause bleiben. Zudem ist es kindgerecht im Umgang mit Corona Covid-19 und wirklich auch noch sehr lehrreich.

Klare (Kauf-) Empfehlung für das Bilderbuch. Empfohlen ist es ab 4 Jahren. Ich finde das sehr passend. 🙂

Wie war deine Woche?

Und wie geht es dir im Hinblick auf die nächsten Wochen? Interessiert es dich in den nächsten Wochen auch unser kleines Familientagebuch zu lesen? Ich freue mich auf dein Feedback in den Kommentaren.

Bis bald, passe auf dich und deine Familie auf und bleibe gesund.

#coronageschichten

5 Wochen #wirbleibenzuhause - mit Kinderbuchvorstellung zum Thema